In diesem Test erfährst du alles über die WiZ Tunable White and Color LED-Lampe. Insbesondere über die Farb- und Weißtöne, wie man die Lampe ohne Cloud in Home Assistant nutzt und wie mir die Lampe im Allgemeinen gefallen hat.

Warum ich die Lampe interessant fand?

Die Lampe ist ohne Cloud-Account über das WLAN steuerbar. Sie bietet verschiedene Weißtöne, was für verschiedene Situationen wie Arbeit oder Entspannung relevant ist.

Dadurch, dass die Lampe direkt über WLAN lokal steuerbar ist, soll es möglich sein, sie direkt über Home Assistant zu steuern. Man ist also nicht von einer Internetverbindung und einer Cloud abhängig, was mir z.B. sehr wichtig ist.

Die Größe der WiZ LED-Lampe im Vergleich zu einer IKEA-Lampe

Einrichtung

Die Einrichtung ist einfach: Man stellt sich in Bluetooth-Reichweite neben die Lampe, in der App kann man dann daraufhin ein neues Gerät einrichten. Der Prozess, welcher eine Bluetooth-Verbindung aufbaut, wird durch die Eingabe der WLAN-Daten in der App abgeschlossen.

Home Assistant

In Home Assistant wird die Lampe einfach nach kurzer Zeit angezeigt und kann konfiguriert werden.

Die Lampe in Home Assistant

Stromverbrauch

Im Folgenden die Verbrauchswerte, die ich zu den wichtigsten Einzelfarben gemessen habe. Diese geben auch Aufschluss über die technische Konfiguration der Lampe:

  • Rot, Grün und Blau: 4,3 Watt
  • Wärmstes Weiß: 8,8 Watt
  • Warmweiß: 6,6 Watt
  • Tageslicht: 12,9 Watt
  • Kaltweiß: 6,5 Watt
  • Pflanzenwachstum: 8,1 Watt

Farben

Die Lampe besteht vermutlich aus warmweißen LEDs mit 2700K-3000K sowie kaltweißen LEDs mit 6000K-6500K mit je 6,5 Watt. Im Rot-, Grün- und Blaubereich sind es vermutlich LEDs mit je 4 Watt. Daraus mischen sich dann auch die restlichen einstellbaren Farben.

Was ich problematisch finde, ist, dass man über den gesamten Farbverlauf komplett unterschiedliche Helligkeiten hat. Den Peak hat man bei ungefähr 4000-4500K durch Mischen der warmweißen und kaltweißen LEDs. Will man dann aber die Farbtemperatur ändern, ändert sich die Helligkeit auch; entweder wird die Lampe deutlich heller oder eben deutlich dunkler. Fand ich jetzt nicht so toll.

Durch die RGB-LEDs hat man eine große Auswahl an einstellbaren Farben, die ziemlich hübsch sind.

Weißtöne

Alle Weißtöne sind in Ordnung. Bei neutralem Weiß ist die Lampe auch sehr hell, was z.B. in einer Arbeitsumgebung sehr wichtig ist. Der Modus "Wärmstes Weiß" ist etwas zu sehr rotlastig, mag vielleicht nicht jedem gefallen. Die meisten erwarten im Bereich 2000K eher ein Kerzenlicht, dafür ist der Weißton aber zu rotlastig. Größter Kritikpunkt an den Weißtönen ist die unterschiedliche Helligkeit, das kann schon ziemlich störend sein. Die kaltweißen Töne, welche man dann eher tagsüber verwenden würde, sind ziemlich dunkel. Bei den warmweißen Tönen, welche eher abends verwendet werden, fällt dies weniger auf.

Effekte und Szenen

Verschiedene Effekte sind in der App einstellbar, diese Einstellungen sind auch in Home Assistant verfügbar.

Effekte und Szenen der WiZ LED Lampe

Fazit

Die optisch schönsten Lichtfarben hatte man im Bereich 2500-5000K. Licht über 5000K war im Wohnbereich eher weniger gut zu gebrauchen, unter 2500K wird einfach zu viel Rot reingemischt, was daher weniger wie ein Kerzenlicht wirkt.

Die unterschiedlichen Helligkeiten zwischen den Farbtemperaturen und Farben fand ich eher nachteilig. Den Eindruck kann man aber eventuell abschwächen, indem man dann einfach Szenen erstellt, welche auch unterschiedliche Helligkeiten erfordern, und dabei die Farbtemperatur wechselt.

Die Darstellung der bunten Farben der Lampe haben die Farbauswahl in der App gut getroffen, mit leichten Abweichungen muss man aber rechnen. Für noch besser einstellbare Farben und mehr Farbtreue muss man dann eher zu deutlich teureren Lampen wechseln.

Die Lampe ist relativ groß, dies sollte man beim Kauf natürlich berücksichtigen, sie passt sicher nicht in jeden Lampenschirm.